Kurzinformation zur Ausbildung

Die 1973 gegründete Fachakademie für Sozialpädagogik des Landkreises Erlangen-Höchstadt bildet junge Erwachsene zum / zur staatlich anerkannten Erzieher/in aus. Das dreijährige Studium bereitet durch eine vertiefte berufliche und allgemeine Bildung auf den Eintritt in eine angehobene Berufslaufbahn vor. Gleichzeitig kann durch Zusatzprüfungen die allgemeine (1) oder die fachgebundene Fachhochschulreife erworben werden.

Mit dem Abschluss “Staatlich anerkannte/r Erzieher/in” ist aber auch ohne Zusatzprüfungen eine allgemeine Zugangsberechtigung zu allen Studiengängen an allen Universitäten und Fachhochschulen verbunden, sofern ein Beratungsgespräch an der gewünschten Hochschule wahrgenommen wurde.

Voraussetzungen für den Besuch der Fachakademie sind vor allem ein mittlerer Bildungsabschluss und eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung.

Wer schon einen mittleren Bildungsabschluss erreicht hat, kann die berufliche Erstausbildung durch den Besuch des zweijährigen Sozialpädagogischen Seminars ebenfalls an der Fachakademie erwerben.

 

Außerdem gibt es verschiedene Möglichkeiten, die berufliche Erstausbildung zu verkürzen oder ganz zu ersetzen. Diese Regelungen können an der Fachakademie erfragt werden.

Die Ausbildung an der Fachakademie ist kostenlos. Pro Studienjahr muss aber mit einem finanziellen Aufwand von ca. 200-300 € gerechnet werden, zum Beispiel für den Kauf von Büchern, für Exkursionen, für Material im Werkunterricht oder für Kopiergeld. Anderseits können die Studierenden die verschiedensten staatlichen Förderprogramme in Anspruch nehmen (Beispiele: BAföG, Meister-BAföG, Bildungskredit, Förderung durch die Agentur für Arbeit). Auch hierüber kann man sich an den Internetseiten der Fachakademie informieren.

Erzieher/innen arbeiten in den verschiedensten Berufsfeldern (Beispiele: Kinderkrippe, Kindertagesstätte, Hort, Ganztagsschule, Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit oder Einrichtungen für behinderte Kinder und Jugendliche, usw.). Besondere inhaltliche Schwerpunkte in der Ausbildung an der Fachakademie in Höchstadt sind: die interkulturelle Erziehung, die frühkindliche Bildung und die Medienerziehung.

Aktuell besuchen 213 Erzieherpraktikanten und Studierende die Fachakademie. Die meisten haben die Ausbildung direkt nach dem Erreichen eines mittleren Bildungsabschlusses begonnen. Sie besuchen zunächst das zweijährige Sozialpädagogische Seminar. Während dieser Zeit hat man in der Regel pro Woche einen Tag Unterricht an der Fachakademie und vier Tage praktische Ausbildung in einer sozialpädagogischen Einrichtung. Für die Tätigkeit in den Einrichtungen erhalten die Erzieherpraktikanten pro Monat zwischen 300 € und 600 €, je nach Träger. Das Sozialpädagogische Seminar endet mit der staatlichen Abschlussprüfung zum / zur staatlich geprüften Kinderpfleger/in.

Danach beginnt die dreijährige Ausbildung zum / zur Erzieher/in. Davon sind die ersten beiden Jahre Vollzeitunterricht an der Fachakademie, im dritten Jahr leistet man das so genannte Berufspraktikum in sozialpädagogischen Einrichtungen ab. Diese Tätigkeit wird mit ca. 1450 € pro Monat vergütet.

Fazit: innerhalb von fünf Jahren kann man an der Fachakademie zwei Berufsabschlüsse erreichen, erwirbt eine Zugangsberechtigung für alle Studiengänge an Universitäten und Fachhochschulen, und verdient zwischen 23.000 € und 26.000 €. Und: die beruflichen Aussichten für Erzieher/innen sind derzeit sehr gut. Auch wenn die Zahl der Kinder in Deutschland eher rückläufig ist, wird der gesellschaftlich und politisch gewollte Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen den Bedarf an qualifizierten Fachkräften nicht sinken lassen.

 

Johannes Zenk, Leiter der Fachakademie.

 

(1) Die Allgemeine Fachhochschulereife kann nur angeboten werden, wenn genügend Studierende den Mathematik-Kurs belegen und eine Lehrkraft vorhanden ist.

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